HOCHBAU

Fachbereich: Bauwesen

1. Zweck

Diese Portalseite informiert über wesentliche Aspekte des Hochbaus unter Berücksichtigung von Qualität, Umwelt- und Klimaschutz, Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit.

Sie dient als Einstieg in das Sachgebiet Hochbau und verweist auf weiterführende Portalseiten zu einzelnen Themenbereichen.

2. Anwendungsbereich

Diese Informationen gelten für Planung, Errichtung, Betrieb, Sanierung und Rückbau von Hochbauten, insbesondere:

  • Wohngebäude
  • Büro- und Verwaltungsgebäude
  • Gewerbe- und Industriebauten
  • öffentliche Gebäude
  • Parkhäuser und sonstige Hochbauwerke

3. Begriffe

Hochbau
Planung, Errichtung, Nutzung, Sanierung und Rückbau von oberirdischen Bauwerken.

Lebenszyklusbetrachtung
Bewertung eines Bauwerks von der Rohstoffgewinnung über Planung, Bau, Nutzung und Instandhaltung bis zum Rückbau und Recycling.

Graue Energie
Energiemenge, die für Gewinnung, Herstellung, Transport, Einbau und Entsorgung von Baustoffen benötigt wird.

Energieeffizienz
Verhältnis zwischen Nutzen und erforderlichem Energieeinsatz während der Nutzung eines Gebäudes.

4. Zuständigkeit

Für die Planung, Erstellung, Aktualisierung und Anwendung dieser Informationen sind Bauherren, Planer, Architekten, Ingenieure, ausführende Unternehmen sowie verantwortliche Führungskräfte zuständig.

5. Beschreibung

Der Hochbau zählt weltweit zu den ressourcen- und energieintensivsten Wirtschaftsbereichen. Deshalb kommt der nachhaltigen Planung und Nutzung von Gebäuden eine besondere Bedeutung zu.

Wichtige Betrachtungsfelder sind:

Baustoffe

Baustoffe beeinflussen Ressourcenverbrauch, Energiebedarf, Umweltwirkungen, Lebensdauer und Recyclingfähigkeit von Bauwerken. Je nach Anwendungsfall kommen beispielsweise Beton, Stahl, Holz, Mauerwerk, Porenbeton, Ziegel oder Verbundwerkstoffe zum Einsatz.

Gebäudehülle

Wände, Dächer, Fenster und Türen bestimmen maßgeblich den Wärme-, Kälte- und Feuchteschutz eines Gebäudes. Ziel ist eine dauerhaft funktionsfähige Gebäudehülle mit möglichst geringem Energiebedarf.

Flächen-, Volumen- und Materialeffizienz

Bereits in der Entwurfsplanung können Baukosten, Ressourcenverbrauch und der spätere Energiebedarf wesentlich beeinflusst werden.

Eine kompakte Bauweise mit möglichst geringem Gebäudevolumen bei gleicher Nutzfläche reduziert den Bedarf an Baustoffen und verringert gleichzeitig die wärmeübertragende Gebäudehülle.

Zu den wesentlichen Optimierungsmöglichkeiten gehören insbesondere:

  • kompakte Gebäudegeometrien,
  • wirtschaftliche Grundrisse,
  • angemessene Geschosshöhen,
  • kurze Installationswege,
  • materialeffiziente Tragwerkskonstruktionen sowie
  • eine hohe Flächeneffizienz.

Insbesondere die Geschosshöhe besitzt einen oft unterschätzten Einfluss. Jeder zusätzlich errichtete Zentimeter erhöht den Materialbedarf für Außen- und Innenwände, Fassaden, Stützen, Schächte, Treppenhäuser, Aufzüge sowie Heiz- und Lüftungsvolumen. Gleichzeitig steigt das zu beheizende oder zu kühlende Luftvolumen während der gesamten Nutzungsdauer eines Gebäudes.

Eine frühzeitige thermodynamische und wirtschaftliche Optimierung des Gebäudevolumens kann deshalb erhebliche Einsparungen an Baustoffen, Energie, Kosten und Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks ermöglichen.

Energieversorgung

Moderne Gebäude nutzen zunehmend effiziente Heizungs-, Lüftungs- und Kühlsysteme. Die Integration erneuerbarer Energien und innovativer Technologien gewinnt dabei kontinuierlich an Bedeutung.

Sanierung und Bauwerksunterhalt

Der Erhalt bestehender Gebäude besitzt häufig erhebliche ökologische und wirtschaftliche Vorteile gegenüber Abriss und Neubau. Daher kommt der Sanierung und dem Bauwerksunterhalt eine wichtige Rolle zu.

Rückbau und Kreislaufwirtschaft

Bereits bei der Planung sollten Möglichkeiten zur Wiederverwendung, Verwertung und Trennung von Baustoffen berücksichtigt werden, um Stoffkreisläufe zu schließen und Abfälle zu minimieren.

6. Mitgeltende Unterlagen

  • SANIERUNG
  • BAUWERKSUNTERHALT
  • WÄRMEPUMPE
  • KASKADENLÜFTUNG
  • EN ISO 9001 Qualitätsmanagement
  • EN ISO 14001 Umweltmanagement
  • EN ISO 45001 Arbeitsschutzmanagement
  • EN ISO 50001 Energiemanagement
  • EMAS (Verordnung (EU) 1221/2009)

7. Dokumentation

  • Planungsunterlagen
  • Bauunterlagen
  • Energieausweise
  • Nachweise zu Baustoffen und Materialien
  • Prüf- und Wartungsunterlagen
  • Umwelt- und Klimaschutzbewertungen
  • Betriebs- und Instandhaltungsdokumentationen

8. Lenkung

Diese Informationen werden im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) regelmäßig überprüft und bei Bedarf aktualisiert.

Änderungen und Ergänzungen werden dokumentiert und freigegeben.

9. Anlagen

  • Übersicht wichtiger Baustoffe
  • Übersicht relevanter Normen und Regelwerke
  • Beispiele energieeffizienter Baukonzepte
  • Übersicht zu Lebenszyklusbetrachtungen von Gebäuden

Revision: 2Erstellt/Geändert:Geprüft:Freigegeben:Gültig ab:
Datum:10.07.202610.07.202610.07.202610.07.2026
Unterschrift:Beauftragter/ChatGPT/GEMINIAufsichtsratVorstandBeauftragter